Smart Meter-Hacker stehlen 10 Prozent von Maltas Strom

Kriminelle haben etwa 1.000 Smart Meter auf der Insel Malta manipuliert und alleine 2012 Strom im Wert von 30 Millionen Euro »abgezweigt«. Verantwortlich für den Diebstahl war offenbar eine Gruppe korrupter Angestellter beim Energieversorger Enemalta.

Quelle: www.energie-und-technik.de vom 25.02.14
Offenbar hat eine Gruppe von Technikern des staatlichen Energieversorgers Enemalta etwa 1.000 Smart Meter manipuliert, sodass diese bei großen Stromverbrauchern bis zu 75 Prozent weniger Verbrauch erfassten.

Malta unternahm vor fünf Jahren einen ambitionierten Schritt zum Austausch aller Ferraris-Zähler und investierte 70 Millionen Euro, um die Insel flächendeckend mit 250.000 Smart Metern auszustatten. Statt der erwarteten Ersparnis sieht sich der nationale Energieversorger Enemalta nun mit einem Schaden in Höhe eines mittleren zweistelligen Millionenbetrages konfrontiert, dessen abschließende Höhe noch nicht bezifferbar ist.

Über den Typ des manipulierten Smart Meters und die Dauer des Betruges ist bislang noch nichts bekannt. Da die Manipulation einige Zeit unerkannt blieb, zeichnet sich ab, dass die Betrüger den Stromverbrauch unwissender Enemalta-Kunden über manipulierte Smart Meter nach oben manipulierten, um den Gesamtverbrauch auf Bezirksebene stabil zu halten und keinen Verdacht aufkommen zu lassen.

Leider geht aus diesem Bericht nicht hervor, wo konkret die Manipulation durchgeführt wurde. Ob es etwa ein technischer Angriff am Endgerät selbst war. Natürlich war hier auch Insiderwissen erforderlich. Aber wo es Gewinnaussichten gibt, gibt es auch die erforderliche kriminelle Energie ... und die ist bei vernetzten Computersystemen weitreichender.