Österreichs Hacker, verboten gut - und von Google umworben

Zweimal in Folge schon setzten sich Schüler und Studenten gegen Europas Spitze in einem Wettbewerb durch. Für den Staat und Unternehmen sind die jungen Frauen und Männer gefragte Fachkräfte: Nur mit ihrer Hilfe vermag man sich vor Cyber-Angriffen zu schützen.

Quelle: Die Presse

Die Nachfrage nach Fachkräften für den IT-Sicherheitsbereich steigt. Der Grund dafür ist, dass immer mehr Bereiche unseres Alltags, der Wirtschaft oder auch strategisch wichtiger Infrastruktur vernetzt werden. Vernetzung bedeutet jedoch auch Verwundbarkeit gegenüber Angreifern. Sich davor zu schützen erfordert die gleichen Fertigkeiten, wie sie Kriminelle haben. „Gute“ Hacker sind daher gesuchte Fachkräfte.

Gründe, warum sich die österreichischen Hacker bereits zweimal gegen die Konkurrenz bei der European Cybersecurity Challenge durchsetzen konnten, gibt es mehrere. Joe Pichlmayr, CSA-Mitglied und Chef von Ikarus Security Software, glaubt, dass gerade das System HTL in der Gruppe der ganz Jungen von Vorteil ist. Weiters würden es die Schulen ermöglichen, dass sie die Teilnehmer für gemeinsame Hackerworkshops und Fortbildungen vom Unterricht freistellen, damit sich diese gezielt auf die internationalen Wettbewerbe vorbereiten können.

Pichlmayr erzählt aber auch, dass es schwierig ist, die Junghacker im Land zu halten, wenn die Googles dieser Welt mit dem Scheckbuch winken. Dabei erinnert er sich an einen Termin bei der Europäischen Agentur für Netzwerk- und Informationssicherheit (Enisa). Damals ging es darum, aus dem österreichischen Hacker-Wettbewerb einen europäischen zu machen. Im Rahmen der Gespräche trat der US-Netzwerkriese Cisco aggressiv (sprich: mit Geld) auf, um die Durchführung des Projekts und damit den Zugriff auf die Teilnehmer an sich zu reißen.

 

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