Spanische Smart Meter können einfach gehackt werden

Spanische Sicherheitsforscher haben auf der Black Hat Europe einen Hack eines intelligenten Stromzählers gezeigt, mit dem ein Blackout verursacht werden kann.

Quelle: futurezone.at

 

In Spanien wurden bereits acht Millionen intelligente Stromzähler (Smart Meter) installiert, das sind rund 30 Prozent aller Haushalte.

Wie die beiden Sicherheitsforscher Javier Vazquez Vidal und Alberto Garcia Illera auf der Black Hat Konferenz in Amsterdam am Donnerstag aufgezeigt haben, lässt sich der Strom in einzelnen Haushalten abdrehen sowie die Stromrechnung manipulieren. Auch ein „Wurm“ lässt sich auf diesem Weg einspielen, mit dem man den Strom von vielen Haushalten gleichzeitig abdrehen und ein Blackout herbeiführen könnte.

Diese Attacke sei über einen fehlerhaften Code im umprogrammierbaren Speicherchip möglich. Damit lasse sich die Hardware übernehmen. Beim Hack umgingen die beiden Forscher die Verschlüsselung des Zählers, eine relativ leicht knackbare symmetrische AES 128 Verschlüsselung.

Die Kommunikation zum Zähler würde dabei über Powerline laufen.

Die Forscher zeigten sich selbst überrascht darüber, was sie mit dem Zähler nach der „Übernahme“ in Folge alles anstellen konnten

Quelle: www.golem.de

Da die Verbindung zu den intelligenten Stromzählern über das reguläre Stromnetz hergestellt wird, könnten Angreifer die eigentlich strikt voneinander getrennten Geräte über das Netzwerk miteinander verbinden. So ließe sich beispielsweise der Strom in ganzen Stadtvierteln ausschalten.

Nur ein Stromzähler könnte reichen, um sich Zutritt auf das gesamte Netzwerk zu verschaffen.

Sie sind aber davon überzeugt, dass sich ihre Angriffsszenarien auch in der Realität umsetzen ließen.