Pilotprojekt der Schweizer Kraftwerke: Smart Meter sind ein Flop

Die als Stromsparwunder gepriesenen Smart Meters sind weniger wirkungsvoll als gedacht, wie die Erfahrungen der Centralschweizerischen Kraftwerke (CKW) zeigen. Das Fazit des Versorgers ist: Den Kunden müssen vor allem finanzielle Aspekte klar werden, damit sie von sich aus Energie sparen.

Quelle: Der Standard vom 18.01.14

Nur jene Kunden, die sich aktiv mit ihrem Verbrauch befassten und sich Gedanken über Energieeffizienz machten, sparten in einem dreijährigen Versuch nennenswert Strom: Die Einsparung betrug dabei maximal 3 Prozent, wie die Axpo-Tochter CKW am Montag mitteilte. Das seien für einen Durchschnittshaushalt nicht einmal 30 Franken (24 Euro) im Jahr.

Viele der CKW-Kunden mit Smart Meter verloren im Laufe der Zeit aber das Interesse an einer genauen Beobachtung ihres Verbrauchs.

Der Nutzen sei aus heutiger Sicht gering, wenn man auf den Preis schaue.

Bisher bleiben eigentlich nur mehr Problemstellungen für die Einführung von Smart Meter übrig. Es ist nicht ausgeschlossen, dass man noch einen wirklichen Nutzen findet. Aber deswegen eine sehr strickte planwirtschaftliche Einführung vorzugeben, macht wohl wenig Sinn. Ziele können sich durch neue Erkenntnisse ändern ... dann müssen aber die Ziele und nicht die Rahmenbedingungen angepasst werden.