Smart Meters: Widerstand ist zwecklos

Stromkunden werden daran gehindert, sich gegen den Einbau eines intelligenten Stromzählers zu wehren: Nur einzelne Funktionen sollen deaktiviert werden können.

Quelle: wirtschaftsblatt.at vom 05.12.13

 

Im Juli wurde eine folgenreiche Gesetzesänderung beschlossen: Stromkunden erhielten das Recht, den Einbau eines digitalen Stromzählers („Smart Meter") abzulehnen. Netzbetreiber hätten „den Wunsch eines Endverbrauchers, kein intelligentes Messgerät zu erhalten, zu berücksichtigen", heißt es wörtlich.

Laut WirtschaftsBlatt-Informationen gibt es nun Klarheit darüber, wie die Klausel in der Praxis ausgelegt werden soll: „Die Installation von elektronischen Zählern erfolgt flächendeckend, jeder bekommt sie", heißt es in Versorger-Kreisen. Bei Kunden, die die Opt-out-Option gewählt haben, werden die Zähler trotzdem verbaut, die Verbrauchsmessung im Viertelstundentakt aber deaktiviert. Fernabschaltung und -ablesung sind dann aber weiterhin möglich.

Die konkrete Vollziehung der Smart-Meter-Verordnung durch die Netzbetreiber liege aber in der Zuständigkeit des Regulators. „Inwiefern die Wünsche der Kunden berücksichtigt werden können, müssen die Netzbetreiber im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben entscheiden", sagt ein Ministeriums-Sprecher zum WirtschaftsBlatt.

Interessantes Spiel, Verantwortung im Kreis schieben ... interessante Interpretationen, ob die Gerichte das auch so sehen werden? Leider ein Trauerspiel, das möglicherweise noch sehr teuer werden kann :-(.