Kampf gegen Cyber-Crime bedarf Vernetzung von Sicherheits- und Wirtschaftspolitik

Spionage war in den letzten Wochen und Monaten ein zentrales Thema, das in den Mittelpunkt gerückt ist. Vor allem Cyber-Kriminalität, Wirtschafts- und Industriespionage sind zentrale Sicherheitsprobleme des 21. Jahrhunderts. 

Quelle: www.ots.at vom 20.11.13

Das sagte heute, Mittwoch, Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner in ihrer Erklärung "Österreichische Maßnahmen zur Abwehr nachrichtendienstlicher Aktivitäten" im Nationalrat. Neben politischer Stabilität, Knowhow der Arbeitskräfte und Infrastruktur sei gerade die Sicherheit der Informationstechnologie heute von großer Bedeutung. "Wissen ist Kapital - dieses gilt es, vor Diebstahl zu schützen. Wenn wir diesen Schutz nicht garantieren können, dann kann das zu Folgen für die gesamte Volkswirtschaft führen."

Die Komplexität der Gefahren, die Cyber-Crime oder Spionage mit sich bringe, zeige, dass es eine Vernetzung von Sicherheits- und Wirtschaftspolitik brauche.

Vernetztes Denken und Handeln bei vernetzten Themen ist zweifelsohne notwendig. Der Fokus vorwiegend auf die Datensicherheit und Cyber-Kriminalität greift aber bei weitem zu kurz. Es ist richtig, dass dieser Bereich zu lange vernachlässigt wurde. Aber wir sollten diesen Fehler nicht wiederholen. Wir gestalten derzeit, kaum wahrgenommen, unsere Infrastruktur zunehmend fragiler, indem wir diese immer stärker vernetzen und damit komplexer und unsteuerbar machen. Ein Ausfall von Infrastrukturteilen wäre wahrscheinlich weit verheerender als ein Datenproblem, wenngleich das eine nicht mit dem anderen aufgewogen werden darf - sondern mit "sowohl/als auch" betrachtet werden muss.