Glühbirnen-Hack

Lampen können einfach mit Malware ferngesteuert werden.
Mit der Veröffentlichung von "Hue", einer per App fernsteuerbaren Lampe, hat Philips vergangenen Herbst einen Schritt in Richtung "Internet der Dinge" gewagt. Nicht nur die Beleuchtung kann nun aus der Ferne – und auf Wunsch auch automatisiert – geregelt werden, mittlerweile ist der Funktionsumfang des Geräts weiter gewachsen. So zeigt Hue seit dem letzten Firmware-Update auch den Eingang neuer E-Mails, Tweets, Facebookpostings und bestimmter Nachrichten je nach Filtereinstellung an. Hue ist jedoch anfällig für Hack-Angriffe, wie der Sicherheitsforscher Nitesh Dhanjani herausgefunden hat.

Quelle: Der Standard vom 14.08.13

Ähnlich kritisch sieht das auch Dhanjani selber. "Smarte Glühbirnen werden wahrscheinlich in vielen aktuellen und neuen Eigenheimen und Firmengebäuden installiert werden. Möglicher Missbrauch, etwa durch einen Eindringling, der aus der Ferne in einem Spital das Licht abdrehen könnte, kann ernsthafte Folgen nach sich ziehen", meint er.

"Man stelle sich ein Botsystem vor, das in der Lage ist, gleichzeitig Millionen Glühbirnen abzudrehen und einen Blackout zu erzeugen", warnt Dhanjani. Seiner Ansicht nach handelt es sich ob dem Einzug von immer mehr vernetzten Geräten in die Haushalte um ein durchaus realistisches Angriffs-Szenario.

Ganz so einfach wird hoffentlich ein Blackout nicht auszulösen sein, auch wenn Millionen Lampen involviert werden. Dennoch gibt es bereits heute plausible Szenarien, wo die unkontrollierte und unüberlegte Vernetzung zwischen IKT und Stromnetz eine Systemgefährdung darstellen könnte - auch ganz ohne dem Thema "Smart".

Auf der anderen Seite zeigt dieses Beispiel, wie wenig aus der Vergangenheit gelernt wurde und wie wenig Wert auf Sicherheit gelegt wird - was wohl auch wiederum mit Kosten zu tun hat.