"Smart Meter: Systemtausch"

„Intelligente Zähler“ sollen bis 2019 unsere Energieversorgung revolutionieren. Ein Beinahe-Blackout Anfang Mai zeigt: Schon in der Pilotphase bringen die Abermillionen Messdaten das Stromnetz an den Rand des Datenkollapses.

Quelle: www.industriemagazin.net vom 10.06.13

Dieser Beitrag wurde etwas zu aufreisserisch und mit zu wenigen Fakten gestaltet. Verschiedene Dinge wurde miteinander vermischt. Dennoch gibt es auch einige wichtige Aussagen darin.

Was genau Anfang Mai passiert ist, wird sich wohl nie mehr ganz rekonstruieren lassen. Was auch mit der Komplexität des Systems zusammenhängt. Dennoch sollte nun allen beteiligten Bewusst geworden sein, dass es mehr Abhängigkeiten und Wechselwirkungen im Stromnetz gibt, als man bisher angenommen hat. Dass diese mit dem Thema "Smart" nicht weniger werden, ist selbstredend, ganz im Gegenteil. 

Gerade das Thema "Smart Meter und Sicherheit" wird an Bedeutung gewinnen, daher wird es auch notwendig sein, eine entsprechende (Krisen-)Kommunikation durchzuführen. Wo Informationen fehlen, wird es Gerüchte geben, was zu Ängsten und Widerständen führt ... 

Insgesamt kann hier nur wiederholt werden. Wiegt der erwartbare Nutzen die absehbaren Schwierigkeiten und Nebenwirkungen auf? Oder wird hier vielleicht zu überhastet gehandelt?

Oder um es mit den Worten von Nassim Taleb zu formulieren:

"Negatives Wissen (Was ist falsch? Was funktioniert nicht?) ist robuster gegenüber Irrtümer als positives Wissen (Was ist richtig? Was funktioniert?).
Wissen wächst also wesentlich eher durch Subtraktion als durch Addition:
Was wir heute wissen, kann sich morgen als falsch erweisen, aber etwas, von dem wir wissen, dass es falsch ist, kann sich nicht – jedenfalls nicht so ohne Weiteres – als richtig herausstellen."