"European renewable power grid rocked by cyber-attack"

 A German power utility specialising in renewable energy was hit by a serious cyber-attack two weeks ago that lasted five days, knocking its internet communications systems offline, in the first confirmed digital assault against a European grid operator.

Quelle: www.euractiv.com vom 12.12.12

“It was a DOS (‘Denial Of Service’) attack with a botnet behind it,” (...) 

“It blocked our internet domains so that in the first hours, all email and connectivity via the internet was blocked.” (...)

Electricity supplies were not affected in the onslaught, which was “serious but not dangerous,” (...) 

A recent report claimed that one in four of the world’s power companies had suffered extortion from criminals who had gained access to their system’s utilities. (...) 

Cyber-attacks on power grids have the power to disrupt critical electricity infrastructure and until now have been the stuff of science fiction (...) 

According to a McAfee report earlier this year, power grids are a “prime target” for cyber-attack because they depend on a myriad of embedded systems, all communicating with each other via a pot pourri of wired, wireless, cellular and dial-up modems, that use a combination of TCP/IP and proprietary protocols. 

Die Energie- bzw. Stromversorgung ist die Achillesferse einer modernen Gesellschaft - bereits heute. Die "Verheiratung" der Stromversorgung mit der IKT-Welt birgt ein enormes Sicherheitsrisiko. Insbesondere, da es nur ein europäisches Stromversorgungssystem gibt, wo man nicht einfach im Try-and-Error Verfahren neue Dinge ausprobieren kann. Ganz abgesehen davon, dass durch die Absicht einer massiven Vernetzung der Systemkomponenten die Komplexität des Gesamtsystems erheblich steigt und die Systemeigenschaften komplett verändert werden! Genau diese Veränderung scheint den wenigsten Verantwortlichen bewusst zu sein, obwohl sie gleichzeitig die größte Gefahr für die Versorgungssicherheit darstellt.

Smart Meter: This in turn should enable great cost savings for consumers – and energy savings for the planet – but the costs of securing the system may prove prohibitive in times of austerity. 

Wie aktuelle Pilotprojekte in Österreich zeigen, hält sich das Einsparungspotential durch Smart Meter sehr in Grenzen und wiegt bei weitem nicht das einzugehende Risiko auf. Eine Low- oder No-Tech Lösung in Form von einer intensiven Kunden- / Energieberatung und die Förderung von Neugeräten für sozial schwächere Kunden würde bei gleichzeitig wesentlich geringerem Aufwand und Risiko mehr zur Energieeinsparung beitragen. Auch der zweite Aspekt - die Spitzenlastverschiebung - konnte in den bisherigen Projekten nicht nachgewiesen werden. Auch hier könnten Low-Tech Lösungen einen wesentlich höheren Beitrag leisten. So diskutiert man etwa in Deutschland bereits darüber, die totgesagten Nachtspeicherheizungen wieder zu reaktivieren, um vor allem Spitzenleistungen der Ökostromerzeugung sinnvoll zwischenspeichern zu können - das heißt, die Nachtspeicherheizungen werden zu Nachmittagsspeicherheizungen und stabilisieren gleichzeitig das Stromnetz.

Bisher gibt es trotz vielfältiger Ansätze weder in Deutschland noch in Österreich ein Business-Modell für Smart Meter. Die Ausrollung soll aber in Österreich bereits in naher Zukunft beginnen. Auf den Kosten werden wohl die Kunden sitzen bleiben, direkt oder indirekt und ganz sicher, wenn es zu Sicherheitsvorfällen kommt. 

The US National Academy of Sciences said last month that a terror attack on the US power grid could cause thousands of deaths and cost hundreds of billions of dollars.

Dies trifft nicht nur für die USA zu, sondern auch für das europäische Stromnetz - und dies nicht erst, wenn es "smart" wird, sondern bereits heute!!

res publica