ENISA: Protecting Industrial Control Systems

Industrielle Kontrollsysteme (Industrial Control Systems, ICS) sind Steuerungs- und Kontrollnetzwerke und -systeme, die zur Unterstützung industrieller Verfahren entwickelt wurden.

Diese Systeme werden zur Überwachung und Kontrolle unterschiedlicher Verfahren und Tätigkeiten genutzt, wie in der Gas- und Stromversorgung, der Wasser- und Ölaufbereitung und im Eisenbahnverkehr.

Die größte Untergruppe dieser ICS bilden dabei die sogenannten SCADA-Systeme (Supervisory Control and Data Acquisition), also Systeme zur Überwachung, Steuerung und Sammlung von Daten. In den letzten Jahren haben die ICS beträchtliche Änderungen durchlaufen und sich von proprietären, isolierten Systemen zu offenen Architekturen und Standardtechnologien gewandelt, die in hohem Maße mit anderen Unternehmensnetzwerken sowie mit dem Internet vernetzt sind.

Die heutigen ICS-Produkte basieren größtenteils auf eingebetteten Standard-Systemplattformen, werden in zahlreichen unterschiedlichen Geräten eingesetzt, wie beispielsweise Routern oder Kabelmodems, und nutzen dabei häufig kommerzielle Standardsoftware.

All diese Entwicklungen haben zu Kosteneinsparungen sowie einer höheren Benutzerfreundlichkeit geführt und ermöglichen es, diese Systeme auch aus der Ferne und von verschiedenen Standorten aus zu steuern. Ein entscheidender Nachteil, der sich aus der Anbindung an Intranets und offene Kommunikationsnetze ergibt, ist jedoch die erhöhte Anfälligkeit für Computernetz-basierte Angriffe.

http://www.enisa.europa.eu/act/res/other-areas/ics-scada/zusammenfassung-de