Blackout: Was, wenn der Strom ausbleibt?

Das Risiko für einen Blackout steigt, die Folgen wären ohne Notfallpläne fatal. Österreichs Politik nimmt das Thema wenig ernst.

Mehrere Ministerien streiten, wer zuständig ist.

http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/701402/Blackout_Was-wenn-der-Strom-ausbleibt?

Eine Arbeitsgruppe der Cyber Security Austria wird sich aufgrund der Brisanz des Themas in den nächsten Monaten intensiver damit auseinandersetzen.

Leider ist auch hier eine gesamtstaatliche Betrachtung dieser Problematik noch nicht erkennbar. Diese Herausforderung wird auch nicht durch einzelne Ministerien lösbar sein, sondern nur in einer gemeinsamen Anstrengung aller möglichen Akteure. Hierfür werden wahrscheinlich auch zusätzliche legistische Maßnahmen erforderlich sein. Die Details sind aber noch zu erarbeiten.

Das Thema Blackout wurde bereits im Rahmen der Arbeit Smart Metering und mögliche Auswirkungen auf die nationale Sicherheit angesprochen.

Grundsätzlich sind unsere Stromnetze sicher geplant und waren auch in der Vergangenheit sehr zuverlässig. Diverse Systemänderungen könnten sich aber in naher Zukunft auf die Stabilität negativ auswirken. Daher sollten sich alle, Bevölkerung, Einsatzorganisationen, Staatliches  

Krisen- und Katastrophenschutzmanagement, mit diesem möglichen Szenario auseinandersetzen und mögliche Vorkehrungen treffen, damit ein möglicher Eintritt nicht völlig unvorbereitet trifft und mögliche Schäden zusätzlich verstärkt.

Verletzlichkeitsparadoxon

Dieses beschreibt den Widerspruch zwischen Risikowahrnehmung und Realität. Die meisten technisch entwickelten Staaten weisen eine relativ zuverlässige, über lange Zeiträume funktionierende Stromversorgung auf. Darüber hinaus bauen nahezu alle technischen  

Systeme und sozialen Handlungen auf dieser relativen Verlässlichkeit auf. Nicht oder nur unzureichend wird die damit einhergehende massive Verletzbarkeit berücksichtigt. Darüber hinaus führt dies dazu, dass Versorgungsleistungen zunehmend weniger störanfällig organisiert werden. Ein Blackout trifft daher eine unvorbereitete Gesellschaft umso härter.

Mögliche Auslöser für ein Blackout

Bezüglich möglicher Auslöser für ein Blackout kann aber schon jetzt gesagt werden, dass diese zunehmen:

* Die kurzfristige Abschaltung der Atomkraftwerke in Deutschland könnte bei einem größeren Kälteeinbruch und z.B. bei zusätzlichem Schlechtwetter, da erneuerbare Energiequellen (PV und/oder Windkraftwerke) ausfallen, möglicherweise zu einem destabilisierenden Strommangel führen.

Das deutsche Stromnetz ist instabil:

http://wissen.dradio.de/stromversorgung-das-deutsche-stromnetz-ist-instabil.33.de.html?dram:article_id=10050

http://www.videoportal.sf.tv/video?id=6ed2a571-4081-4cbd-a201-ef557506032c

Die 50,2 Hz Problematik bei einer größeren Netzinstabilität werden die Wechselrichter von PV-Anlagen automatisch bei 50,2 Herz vom Netz genommen. Dadurch wird die Instabilität noch erheblich verstärkt.

Blackout durch grüne Energie:

http://wissen.dradio.de/energieversorgung-blackout-durch-gruene-energie.33.de.html?dram:article_id=9215

Es reichen dabei die Auswirkungen an GPS Satelliten. Zahlreiche Energieversorger denken daran bzw. gehen dazu über, vom Zeitsignal des GPS die Synchronisation des Stromnetzes durchzuführen.

http://www.meinberg.de/german/info/time-synchronization-electrical-systems.htm

http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/astronomie/sonnenaktivitaet-forscher-erwarten-geomagnetische-stoerungen_aid_585712.html

Mittelfristig:

  • Gefahren durch Schadsoftware im Steuerungbereich (SCADA Systeme)
  • Gefahren durch den Einbau von Smart Meter
  • Gezielte Sabotage

http://www.heise.de/tr/artikel/Kasse-machen-mit-Stromnetz-Hacks-1105009.html